Fernüberwachung und Netflex-Schrankintegration für PV- und Batteriesysteme (Fluvius, ORES & RESA)

Was ist Fernüberwachung und warum ist sie vorgeschrieben?

Die Fernsteuerung ermöglicht es Netzbetreibern, industrielle und dezentrale Energiesysteme wie Solarparks und große Batterie-Energiespeichersysteme (BESS) sicher aus der Ferne zu überwachen und anzupassen. Angesichts des raschen Anstiegs erneuerbarer Energien im belgischen Stromnetz ist dies zu einem unverzichtbaren Instrument für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts im Stromnetz geworden. Besteht die Gefahr einer lokalen Überlastung des Netzes? In diesem Fall kann der zuständige Netzbetreiber die Einspeisung oder Entnahme aus Ihrer Anlage vorübergehend über die Fernsteuerungsbox anpassen, um Stromausfälle zu verhindern.

Ab welchem Vermögenswert ist eine Fernüberwachung vorgeschrieben? (Schwellenwerte)

In Belgien werden die technischen Anforderungen für Netzanschlüsse weitgehend durch die Synergrid-Vorschriften C10/11 festgelegt. Die genauen Schwellenwerte, ab denen eine Fernüberwachung vorgeschrieben ist, hängen von Ihrer Region, der Art der Anlage und dem örtlichen Netzbetreiber ab:

1. Fluvius (Flandern)

Fluvius wendet strenge Vorschriften an, um das flämische Stromnetz zu sichern, und führt zu diesem Zweck spezielle Hardware (wie beispielsweise den TCK oder den Fernsteuerungsschrank) ein.

  • Grenzwerte: Eine Fernüberwachungsschnittstelle ist standardmäßig für größere, netzgekoppelte Anlagen vorgeschrieben. Der Schwellenwert liegt bei einer lokalen Erzeugungsleistung von 250 kW oder mehr.

2. ORES (Wallonien)

ORES betreibt das Stromverteilungsnetz in weiten Teilen der Wallonie. Da dieses Netz ein riesiges Gebiet abdeckt, ist eine aktive Überwachung der industriellen Stromerzeuger von entscheidender Bedeutung.

  • Grenzwerte: ORES hält sich an die allgemeinen Synergrid-Standards für Hochspannungsanschlüsse. Industrieprojekte und dezentrale Erzeugungseinheiten (in der Regel ab 100 kVA und auf jeden Fall über 1 MVA) müssen mit Fernmessung und Fernsteuerung über robuste, industrielle Kommunikationsprotokolle ausgestattet sein.

3. RESA (Wallonien – Provinz Lüttich)

In der Region Lüttich sorgt RESA für die Netzstabilität in einem Netz, das durch eine Mischung aus städtischen und großindustriellen Verbrauchern gekennzeichnet ist.

  • Einschränkungen: Wie bei ORES ist die Einbindung in das Fernsteuerungssystem eine Voraussetzung für groß angelegte Erzeugungs- und Speicheranlagen. Je nach Umspannwerk und Anschlussleistung müssen Projekte im Bereich der industriellen Stromversorgung (Hochspannung) eine externe Steuerung ermöglichen, um das lokale Netz in Lüttich vor Überlastung zu schützen.

Nahtlose Kompatibilität: Eine Lösung für ganz Belgien

Während sich viele Anbieter auf ein einziges Protokoll beschränken, bietet Eniris eine universelle Lösung. Mit unserem SmartgridOne Pro Modell OM1 sind Sie landesweit bestens gerüstet:

  • Flanders: Wir unterstützen sowohl die neue Fluvius-Fernbedienung (Version 5) – das Netflex-Gerät – als auch den älteren V4-Standard.
  • Wallonien: Vollständige Unterstützung für die Fernüberwachungssysteme ORES und RESA.

100 % validiert: Unsere Kompatibilität ist nicht nur Theorie; der SmartgridOne Pro wurde nun erfolgreich in der Praxis getestet und von Fluvius, ORES und RESA offiziell validiert.

So lässt sich unser EMS-Controller integrieren (ohne teure SPS)

Die Verbindung zwischen Ihrer Anlage und dem Netzbetreiber wird über das standardisierte Protokoll IEC 60870-5-104 hergestellt. In der Regel erfordert diese Umsetzung die Anschaffung und aufwendige Programmierung einer zusätzlichen speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS).

Eniris geht das auf eine wesentlich intelligentere Weise an:

  • Unsere EMS-Steuerung (Energy Management System) übernimmt die Konvertierung des IEC 60870-5-104-Protokolls direkt in Modbus TCP.
  • Ihr Vorteil: Das bedeutet, dass Sie überhaupt keine SPS mehr benötigen. Dies führt zu erheblichen, sofortigen Einsparungen bei den Hardware- und Softwarekosten und macht die Einrichtung weniger fehleranfällig.

Wichtig: Zusätzlicher Service für Batterie-Energiespeichersysteme (BESS)

Bei der Inbetriebnahme großer Batterieprojekte stellen Netzbetreiber zusätzliche Anforderungen zur Stabilisierung des Stromnetzes. Eine zentrale Anforderung in diesem Zusammenhang ist die korrekte Umsetzung und Steuerung der Blindleistung.

Haben Sie das nicht schon im ursprünglichen Entwurf vorgesehen? Kein Problem. Wir richten das trotzdem für Sie in unserem Controller ein, ohne zusätzliche Kosten.

Arbeitest du gerade an etwas Spannendem? Lass uns doch mal darüber reden!

Haben Sie ein Solar-, Wind- oder Energiespeicherprojekt, das an die Grenzen der Fernsteuerung stößt? Gehen Sie kein Risiko ein, vom Netzbetreiber abgelehnt zu werden. Entscheiden Sie sich für eine bewährte, kosteneffiziente EMS-Architektur. Kontaktieren Sie uns noch heute.

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