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Intelligente Energieoptimierung in Mehrfamilienhäusern: Eniris lässt sich in PPC-Smart-Meter-Gateways integrieren

In diesem Artikel befassen wir uns mit der technischen Umsetzung: vom Anschluss des PPC-Moduls bis hin zum komplexen Messkonzept D5.

Das Herzstück: Eniris EMS und das PPC-Gateway

Auf dem deutschen Markt ist das Smart Meter Gateway (SMGW) von PPC (Power Plus Communications)

Unsere Software kommuniziert direkt mit diesem Gateway, um Daten von einer Vielzahl von Zählern (wie beispielsweise dem ISKRA MT631 oder eBZ-Geräten) abzurufen. Das Ziel? Ein Verhältnis von 1:11 zu erreichen, bei dem ein einziges Gateway Daten von 11 verschiedenen Zählern für unsere Optimierungsalgorithmen bereitstellt.

Das Messkonzept D5 (MK D5) im Überblick

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Projekts ist das Messkonzept D5. Diese Lösung wurde speziell für Mehrfamilienhäuser entwickelt, bei denen die „gemeinschaftliche Gebäudeversorgung“ im Mittelpunkt steht.

Wie funktioniert der MK D5?

In einer MK D5-Konfiguration werden alle Energieflüsse innerhalb eines Gebäudes über eine Kaskadenverbindung detailliert abgebildet:

  • Erzeugungszähler: Misst die Gesamtleistung der PV-Anlage (z. B. 16 kWp pro Gebäude).
  • Allgemeinzähler: Für die Gemeinschaftsbereiche des Gebäudes.
  • Wohnungszähler: Individuelle Zähler für teilnehmende Bewohner.
  • Die Batterie: Strategisch hinter dem Stromzähler installiert, um den Eigenverbrauch zu maximieren.

Das Eniris EMS nutzt die Daten aus dieser Kaskade, um genau zu ermitteln, wie viel Solarenergie den Bewohnern zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung steht und wie viel davon in der Batterie gespeichert werden sollte.

Intelligente Steuerung: Mehr als nur einfache Überwachung

Die Eniris-Plattform geht weit über die einfache Überwachung hinaus. Für dieses Projekt implementieren wir mehrere wichtige Funktionen auf hoher Ebene:

1. Dynamische Teilnehmerlogik

Ein einzigartiger Vorteil unseres Systems ist seine Flexibilität. Wenn sich die Bewohnerzusammensetzung ändert (zum Beispiel, wenn 6 von 11 Mietern teilnehmen), lässt sich unser EMS über die API sofort anpassen. Es ist kein Vor-Ort-Besuch erforderlich, um die Steuerungslogik der Batterie oder die Datenbasis für das Laden und Entladen zu ändern.

2. Algorithmische Optimierung

  • 60 %-Einspeisebegrenzung: Wir stellen sicher, dass die PV-Anlage den gesetzlichen Anforderungen (§ 9 EEG) entspricht, indem wir Wechselrichter (z. B. von Huawei oder Sungrow) aktiv steuern.
  • Vermeidung negativer Preise: Das EMS verhindert die Rückspeisung von Strom ins Netz, wenn die Strommarktpreise ins Minus rutschen.
  • Ausweichszenarien: Bei einem Verlust der LTE-Verbindung zum PPC-Gateway wechselt das System automatisch in einen lokalen Sicherheitsmodus, um die Systemstabilität aufrechtzuerhalten und den Akku zu schonen.

3. Zukunftssicherung (§ 14a EnWG)

Durch die Integration mit dem PPC-Modul ist die Anlage für die Zukunft gerüstet. Steuersignale des Netzbetreibers (DSO) zur Leistungsbegrenzung – zum Schutz des lokalen Netzes – können vom Eniris EMS direkt in umsetzbare Befehle für die Batterie- oder EV-Ladeinfrastruktur umgewandelt werden.